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Auswärtssieg ist „mehr als verdient“

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Die einen spielen im oberen Drittel der Landesliga mit, die anderen stehen auf einem Abstiegsplatz. Diese Tabellensituation hat sich auch in den Kräfteverhältnissen auf dem Platz widergespiegelt. „Wir hatten über 90 Minuten das bessere Spiel“, sagte Trainer Uwe Wegmann. Der 2:0 (1:0)-Auswärtssieg des FV Rot-Weiß Weiler gegen den SV Kressbronn war aus seiner Sicht „mehr als verdient“.

Das sah auch sein Gegenüber Jürgen Kopfsguter so. „Qualität hat sich durchgesetzt. Wir haben zu viele Fehler gemacht und unsere Chancen nicht genutzt. Das wird in dieser Liga bestraft – und dann langt es nicht“, sagte der Trainer des Aufsteigers, der früher sechseinhalb Jahre lang selbst erfolgreich bei den Rot-Weißen an der Seitenlinie gestanden hatte.

Auf dem sehr kleinen Kunstrasenplatz des TSV Schlachters, den der SV Kressbronn aufgrund der winterlichen Verhältnisse als Ausweichspielort gewählt hatte, entwickelte sich die erwartet intensive Partie. Die Räumen waren eng, es gab viele hohe Bälle, viel Pingpong und viele Zweikämpfe. Jede Aktion, jeder Abschlag war potenzieller Auslöser für eine Torchance.

Wegmann stellte deshalb auf 4-1-4-1 um und zog den kopfballstarken Michael Schmid ins Mittelfeld zurück. Im Spielaufbau gingen die Innenverteidiger weit nach außen und machten im Zentrum so Platz für den bärenstarken Regisseur Pirmin Fink, der nicht nur einen Freistoß an die Unterkante der Latte setzte (5.), sondern fast alle Angriffe einläutete. So auch das 1:0. Fast ohne hinzuschauen spielte er einen Traumpass auf Niklas Wunsch, der umkurvte vor dem Strafraum den herauseilenden Torwart und traf zum 1:0 (16.).

„Die erste halbe Stunde war richtig gut. Auch in der zweiten Halbzeit hatten wir die klareren Chancen“, sagte Wegmann. Seine Elf war fußballerisch und körperlich besser – und auch im Kopf meist einen Tick schneller, vor allem bei den vielen zweiten Bällen. „Unsere Aggressivität und das Zweikampfverhalten waren das große Plus“, sagte Wegmann.

Das 2:0 fiel nach einem ähnlichen Muster wie die Führung. Diesmal überspielte Kapitän Raimond Hehle den Defensivblock mit einem Außenristpass – und Wassim Ghrab nagelte den Ball vom Strafraumeck mit links via Innenpfosten ins Tor (50.).
Danach vereitelte Keeper Lasse Fink die größte Chance des Gegners, der sonst nur bei Standards gefährlich war, aus kürzester Distanz stark gegen Marko Föger (58.).

In der Schlussphase ließen die Rot-Weißen noch ein paar Mal das 3:0 liegen, feierten am Ende aber einen ungefährdeten Sieg. Sie sind nun die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga – und haben nach dem neunten Sieg im 17. Spiel auch endlich wieder ein positives Torverhältnis (+1).

Auf dem Papier war es bereits der Rückrundenstart. Nächsten Samstag hat der FVW zum Jahresausklang noch ein Heimspiel gegen den Tabellendritten Blaubeuren (14 Uhr) und könnte diesen mit einem Sieg überholen. Die Rot-Weißen sind derzeit Fünfter.

Landesliga Württemberg:
SV Kressbronn – FV Rot-Weiß Weiler 0:2 (0:1)
FVW
Lasse Fink – Röck (90. Walser), Hartmann, Hehle, Ghrab – Pirmin Fink – Wunsch (89. Schwärzler), Kocabay, Schmid, Schönherr (70. Candatore) – Gorgol (87. Kahl).
Tore 0:1 Niklas Wunsch (16.), 0:2 Wassim Ghrab (50.)