
Die Serie hält und der Trainer bleibt
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Imposante Serie reißt in Riedlingen
20. April 2026Aller guten Dinge sind zwei. Das gilt zumindest für das Derby. Der FV Rot-Weiß Weiler hat auch das Rückspiel gegen den TSV Heimenkirch gewonnen. Im Nachbarschaftsduell der Landesliga Württemberg behielt der Tabellenzweite knapp mit 1:0 (0:0) die Oberhand. Es war allerdings am Ende eine Portion Glück dabei. „Ein Derby ist immer auf Messers Schneide. Wir hätten uns nicht beklagen können, wenn wir mit einem Unentschieden rausgehen“, sagte Trainer Uwe Wegmann.
700 Zuschauer bildeten im Raiffeisenbank-Stadion eine prächtige Kulisse. Die Rot-Weißen, bei denen Silas Walser und Eric Schönherr für Simon Röck (Bank) und Gianluca Candatore (krank) in die Startelf rückten, waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Gegen die formstarken Gäste, die diesmal allerdings nicht so hoch anliefen wie sonst, waren vor allem lange Bälle hinter die Abwehr das Mittel der Wahl. So ergab sich ein klares Chancenplus. Die beste Möglichkeit hatte Elias Günther, der nach Steckpass von Michael Schmid allein aufs Tor zulief, allerdings zu unpräzise abschloss (22.).
„Mit der ersten Halbzeit war ich zufrieden. Du musst die Chancen halt machen. Die zweite Halbzeit ist für mich unerklärlich. Da fehlen mir die Worte, dass wie sie da so ins Spiel haben kommen lassen“, sagte Wegmann. „Die Präsenz hat gefehlt, wir hatten nur noch wenig Entlastung.“
Schon kurz nach der Pause hatten die Rot-Weißen Glück, dass Gästestürmer Simon Weber aus 20 Metern nur den Pfosten traf (50.). Kurz darauf köpfte der aufgerückte Kapitön Raimond Hehle, der seinen Vertrag vor dem Derby bis Sommer 2027 verlängert hat, knapp am Tor vorbei (60.). Es sollte für lange Zeit die einzige richtige Möglichkeit bleiben.
Nach einem wegen Abseits zurückgepfiffenen Tor der Gäste (70.) brachte Wegmann mit Julian Kahl einen zweiten Stürmer. Das zahlte sich direkt aus. Er schickte Elias Günther mit einem langen Ball auf die Reise. Der 18-Jährige wurde im Strafraum von TSV-Verteidiger Daniel Lau zu Fall gebracht. Rote Karte wegen Notbremse, Elfmeter. Pirmin Fink übernahm die Verantwortung und verwandelte. Das 1:0 war das fünfte Saisontor des Spielmachers, der am Tag vor dem Spiel seinen 26. Geburtstag gefeiert hatte (79.).
In der Schlussphase war Weiler nur noch in der Defensive und versuchte, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Heimenkirch warf alles nach vorne. Simon Weber war nach einem zu kurzen Rückpass schon an Keeper Lasse Fink vorbei, legte sich den Ball aber zu weit vor (84.). Ein Schreckmoment. In der Nachspielzeit hatten die Gäste dann etliche Ecken und Freistöße inklusive eines zweiten Treffers, der wegen Abseits nicht zählte (90.+6).
Nach drei Unentschieden in Folge hat Weiler mit diesem Sieg den zweiten Tabellenplatz verteidigt. Das Verfolgerfeld ist weiterhin ebenso dicht gedrängelt wie nah aufgerückt. Es war zudem bereits das zwölfte Spiel ohne Gegentor (bei insgesamt 25 Spielen).
Nun stehen zwei Auswärtsspiele in Folge an. Am kommenden Spieltag geht es zum TSV Riedlingen (Samstag, 17 Uhr) und eine Woche später zum FC Wangen (Samstag, 25. April, 14 Uhr).
Landesliga Württemberg
FV Rot-Weiß Weiler – TSV Heimenkirch 1:0 (0:0)
FVW Lasse Fink – Walser, Hartmann, Hehle, Ghrab – Pirmin Fink – Wunsch (87. Schwärzler), Schmid, Kocabay (75. Kahl), Schönherr – Günther.
Tor 1:0 Pirmin Fink (79./Foulelfmeter).
Rote Karte Daniel Lau (TSV) wegen Notbremse (78.).
Zuschauer 700
