Weiler springt auf den zweiten Platz

Verlängert: Jürgen Kopfsguter bleibt Trainer
2. März 2018
Später Elfmeter rettet einen Punkt
10. März 2018

Weiler springt auf den zweiten Platz

Torjäger Mathias Stadelmann hat den FV Rot-Weiß Weiler auf den zweiten Tabellenplatz geschossen. Mit seinem 18. Saisontor sicherte er den 2:1 (1:1)-Heimsieg im hart umkämpften Spitzenspiel gegen den TSV Berg. “In der ersten Halbzeit war es ein Abnutzungskampf, in der zweiten Halbzeit waren wir bis zehn Minuten vor Schluss die bessere Mannschaft. Man kann ohne Scheu sagen: Wir haben verdient gewonnen”, sagte Trainer Jürgen Kopfsguter und hob die „Riesenmentalität“ seiner Elf hervor: “Was wir heute haben laufen und einstecken müssen…”

Die 220 Zuschauer sahen auf dem Kunstrasenplatz keine spielerisch hochklassige, aber dafür spannende Partie. “Von der ersten Minuten an standen die Zweikämpfe im Mittelpunkt”, bestätigt auch FVW-Kapitän Dominik Dieing. Dabei erwischten die Gäste aus Berg die etwas bessere Anfangsphase. Vor allem dann, wenn sie Platz in der Offensive hatten und direkt spielten, blitzte die spielerische Klasse des letztjährigen Verbandsligisten auf. So auch vor dem 0:1, das Silvio Battaglia technisch anspruchsvoll aus der Drehung erzielte (27.). Kurz darauf musste Torwart Andreas Hane in höchster Not mit einer riskanten Grätsche klären.

Doch der FVW hatte an diesem Tag wieder einmal ein ordentliches Pfund auf der Waage: Einsatzbereitschaft, Teamgeist, Moral. Die Hausherren gaben keinen Ball verloren, setzten immer wieder nach. Mit der ersten Chance aus dem Spiel heraus gelang der schnelle Ausgleich: Nach einem Abschlag von Torwart Andreas Hane verlängerte Stadelmann per Kopf über die gegnerische Abwehrreihe, Raimond Hehle lupfte den Ball  sehenswert über den Gästekeeper zum 1:1 ins Netz (32.). Kurz darauf stellte Kopfsguter um und beorderte den für den verletzten Sandro Brugger früh eingewechselten Josip Lovakovic als zweiten Sechser vor die Abwehr, um das zentrale Mittelfeld zu stärken.

Diese Maßnahme fruchtete. Weiler bekam in der zweiten Halbzeit mehr und mehr Zugriff auf das Spiel. Nach einer Ecke schoss Kapitän Dominik Dieing aus der Gewühl heraus knapp übers Tor (58.). Überhaupt bekam der FVW immer mehr Standards. Daraus resultierte dann auch die scharfe Hereingabe von Patrick Bentele, die ein Abwehrspieler der Gäste im Strafraum an den Arm bekam. Der Schiedsrichter zeigte auf Punkt und Mathias Stadelmann verwandelte seinen sechsten Elfmeter in Folge zum 2:1 (63.). “Es ist erstaunlich, mit welcher Souveränität er diese Dinger macht“, lobte Kopfsguter seinen Torjäger.

In der Schlussphase verlegten sich die Rot-Weißen aufs Kontern. Patrick Bentele verpasste dabei aus der Drehung knapp das 3:1 (78.), ehe es hinten noch zweimal richtig brenzlig wurde: Erst parierte der bei hohen Bällen stets aufmerksame Hane einen “Unhaltbaren” von Battaglia aus kurzer Distanz (86.), dann lupfte der frühere FVW-Jugendspieler Andreas Kalteis den Ball nur knapp am Pfosten vorbei (87.). Am Ende war der sechste Heimsieg der Saison unter Dach und Fach. Und nicht nur das: Weiler bleibt auch seit 2012 gegen Berg ungeschlagen.

„Es hat die Mannschaft gewonnen, die besser kämpfen kann“, bilanzierte Dieing nach einem intensiven Spiel mit insgesamt neun gelben Karten. Der 25-jährige Kapitän äußerte sich zudem über die Vertragsverlängerung des Trainers: “Wir freuen uns komplett! Die Mannschaft geht da voll mit – er hört aber auch der Mannschaft zu”, beschreibt er das Verhältnis. Kopfsguter wiederum sagte kurz und bündig: “Es ist eine geile Mannschaft – darum machen wir weiter.”

FV Rot-Weiß Weiler – TSV Berg 2:1 (1:1)
FVW: Hane – Jonathan Hartmann, Dieing, Nico Hartmann, Karg – Wucherer (55. Reichart) – Brugger (31. Lovakovic), Riegger, Bentele – Stadelmann, Hehle
Tore: 0:1 Silvio Battaglia (27.), 1:1 Raimond Hehle (32.), 2:1 Mathias Stadelmann (63./Handelfmeter)
Zuschauer: 220